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Amos Gvirtz

Amos Gvirtz wurde in einem Kibbuz in der Nähe von Tel Aviv geboren und lebt dort auch noch heute. Er ist Friedensaktivist seit vielen Jahren. Dank seiner guten Kontakte im ganzen Land und in den besetzten Gebieten erfährt er recht viel über Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Palästinensern. Seine Informationen schickt er uns regelmäßig unter dem Titel: Sagt nicht, wir hätten es nicht gewußt‘. Diejenigen Informationen, die mit der Zerstörung von Häusern  und Infrastruktur zu tun haben, und damit auch für die Arbeit von ICAHD wichtig sind, finden Sie hier in der Übersetzung. Die englische und die hebräische Version ist jeweils ist jeweils angehängt.

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 537

Der neue Außenposten in der Gegend von Umm Zuka im nördlichen Jordantal wird neben einem Militärlager gebaut. Das schreckt Siedler aus Umm Zuka nicht davon ab, diesen Außenposten zu entwickeln und – wie die Siedler des Al Hama Außenposten –  palästinensische Schäfer von ihrem eigenen Land zu vertreiben. Am Mittwoch, 1.Februar 2017, attackierten Siedler des Außenposten Al Hama Schäfer aus Samara. Am nächsten Tag wurden dieselben Schäfer von Siedlern aus Umm Zuka angegriffen, die auf einem Minitraktor daherkamen. Am Samstag, 4. Februar 2017, versuchten Siedler erneut, palästinensische Schäfer aus Samara, Ein Al Hilwa und Makhoul zu attackieren, aber israelische Freiwillige, die sie begleiteten, verhinderten den Angriff. For further information: amosg@shefayim.org.il

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Wenn die Umsetzung von Gesetzen ein Verbrechen ist

Von Amos Gvirtz Dies ist keine Provokation, obwohl ich mich mit der Behauptung ‚die Umsetzung von Gesetzen ist in gewissen Fällen ein Verbrechen’ in gefährliches Gewässer begebe. Ich finde die Diskussion darüber aber wichtig. In der Geschichte hat es Fälle gegeben, in denen die Umsetzung von Gesetzen an sich schon ein Verbrechen war: die Nürnberger Gesetze gegen die Juden in Deutschland, Südafrikas Apartheidsgesetze und die rassistischen Gesetze der Südstaaten in den USA. Alle diese Gesetze hatten Auswirkungen auf Menschen wegen ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen, nicht wegen ihrer Taten. Die Betroffenen konnten nichts tun, um ihr Schicksal abzuwenden. Hier in Israel sind die Dinge etwas komplizierter. In all den Jahren […]

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 535+536

Am Dienstag 10. Januar 2017, kamen israelische Truppen und zerschnitten eine Wasserleitung, die Wasser von Ras Al Ahmar nach A Hadidiya im nördlichen Jordantal liefert. Ich weiß nicht, was noch zu Al Arakib geschrieben werden kann. Am Donnerstag, 12. Januar 2017, beschlagnahmten Regierungsvertreter, von Polizei begleitet, drei Fahrzeuge, einen Wassertankwagen, einen Pferdewagen und zerstörten das Dorf einmal mehr. Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 536 Die israelische Armee plant eine Umgehungsstraße für das Dorf Nabli Elias (östlich der Westbankstadt Qalqiliya) für die jüdischen Siedler in dem Gebiet. Dafür haben sie 104 Dunams beschlagnahmt, die den Dörfern Nabi Elias, Izbat Tabib und Azoun gehören. Am Samstag, 7. Januar 2017, […]

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 533+534

Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 533 vom 3.1.2017 Laut OCHA-Berichten war 2016 ein ‘Spitzenjahr’ in Sachen Hauszerstörungen in den besetzten Gebieten. Die israelische Armee zerstörte 1 089 ‘Strukturen’, d.h. Wohnungen, Schafställe, Dienstleistungs- und Firmengebäude, Solarzellen,Wasserzisternen und Infrastrukturen in der Westbank und Ost Jerusalem. 1593 Menschen wurden obdachlos und das Leben von 7101 Palästinensern wurde davon betroffen. Im Gasastreifen sind noch immer 51 000 obdachlos und leben seit zwei Jahren ohne eigenes Haus – eine Folge des Angriffs auf Gasa im Jahre 2014. Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 534 vom 9.1.2017 Am Donnerstag, den 29. Dezember 2016 kamen Regierungsvertreter von Polizei begleitet zu Beduinendörfer imNegev […]

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst: Amos Gvirtz ruft zu Unterschriftenkampagne auf

Der israelische Friedensaktivist Amos Gvirtz, Mitbegründer von ICAHD und Autor der Kolumne “Sagt nicht, Ihr hättet es nicht gewusst” schreibt: Liebe Freunde, Wegen der sehr realen Drohung, dass Häuser in Umm Al Hiran zerstört werden, schreibe ich diesen Artikel gegen das geplante Verbrechen meiner Regierung. Bitte appellieren Sie an israelische Diplomaten in Ihrem Land mit dem folgenden Brief oder einem eigenen Text: To the Honored Ambassador of Israel, It has come to our attention that your government is resolved to evict the Bedouin village of Umm Al Hiran and in its place settle a Jewish community named Hiran. We have also been informed that your government decided to remove the […]

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewußt No. 524

Die israelische Armee macht weiter mit ihren Transferplänen. Nachdem die israelischen Soldaten am 9. Oktober 2016 die meisten Häuser zerstört hatten, kamen sie zweieinhalb Wochen darauf nach Ras Al Ahmar (im nördlichen palästinensischen Jordantal) zurück und händigten allen Dorfbewohnern vorübergehende Evakuierungsanweisungen aus. Sie sollten das Dorf am Dienstag, 1. November 2016, um 16 Uhr verlassen und dürften am nächsten Tag um 10 Uhr wiederkommen. Die Bewohner von Homsa, einem Palästinenserdorf in der Nähe der Siedlung Beqa’ot, bekamen auch vorübergehende Evakuierungsanweisungen für Dienstag und Mittwoch, 31. Oktober und 1. November, Der Grund für diese Anweisungen: Die Armee beabsichtigt, in diesem Gebiet Manöver abzuhalten.      

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewußt No. 523

Am 10. Oktober 2016 entdeckten israelische Menschenrechtsaktivisten, dass Siedler von dem illegalen Außenposten Giv’at Sal’it (der zur Mekhola Siedlung im Jordantal gehört) einen neuen Außenposten 300 m von dem palästinensischen Dorf Al Hama gebaut hatten. Die israelische Armee hatte das Dorf zerstört weil es angeblich illegal gebaut worden sei (s. Sagt nicht, wir hätten es nicht gewußt No. 520). Alle Beschwerden gegenüber der Armee und der Polizei waren vergeblich. Die Siedler fahren fort, den Außenposten zu bauen, welcher am Ende eine neue Siedlung sein wird. Das ist, was die Geschichte uns lehrt… On October 10, 2016, Israeli human rights activists discovered that settlers from the unauthorized outpost of Giv’at Sal’it […]

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewußt No. 522

Die Zerstörungswelle wird fortgeführt Am Sonntag, 9. Oktober 2016, kamen Soldaten zum palästinensischen Dorf Ras Al Ahmar nahe dem Dorf Atuf (palästinensisches Jordantal) und zerstörten alle Bauten der örtlichen neun Familien: 10 Behausungen und 17 Schafställe sowie andere Bauten. 56 Personen wurden obdachlos.    —-  —-  —- Am Sonntag, 9. Oktober 2016, kamen Regierungsvertreter von Polizei begleitet zum Beduinendorf Bir Hadaj in der Nähe des Kibbutz Revivim im Negev (südliches Israel) und zerstörten 7 Behausungen. 50 Personen wurden obdachlos.  

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewußt No. 520

Letzte Woche zerstörte die israelische Armee mehrere Häuser in der West Bank. Hier ist der Bericht von einer solchen Zerstörung: Am Dienstag, 27. September 2016, kamen Soldaten ins palästinensische Dorf Al Hama im nördlichen Teil des palästinensischen Jordantals in der Nähe der Siedlung Mekhola, und zertörten dort alle 50 Bauten (structures). Seit diesem verfluchten Tag kommen immer wieder Soldaten und Siedler und drohen den Einwohnern, sie sollen das Dorf verlassen und die Kooperation mit Israelis, die ihnen helfen, einstellen. Einer der Dorfbewohner erzählte den israelischen Friedensaktivisten, dass in der Vergangenheit auch schon Häuser zerstört worden seien, dass es aber keine nachfolgenden Drohungen gegeben habe wie jetzt.  

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewußt No. 519

Seit vielen Jahren schon leiden die Palästinenser des Dorfes Burin, südlich von Nablus, unter den Übergriffen der Siedler aus Yitzhar und Beracha, und deren Unterstützung durch die israelische Armee. Am Montag, 4. September 2016, drangen Siedler , von Polizei begleitet, mit einem Traktor aus Richtung der Siedlung Beracha auf das Gebiet des Dorfes Burin vor und begannen, ein  4 Dunum großes Stück Land umzupflügen. Dorfbewohner kamen und jagten sie davon. (1 Dunum = 1000 m²) Am Samstag, 15. September 2015, brach ein Feuer auf dem Weideland von Burin aus. Soldaten und Siedler hinderten die lokale Feurwehr daran, näherzukommen und das Feuer zu löschen. Als Kinder des Dorfes protestierten, jagten die […]

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