Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 541

  Bis vor kurzem waren die israelischen Soldaten die Akteure, wenn es darum ging, Palästinenser aus dem Jordantal zu vertreiben. In den letzten Monaten haben sich ihnen nun die Siedler-Kolonisten angeschlossen, die in den neu errichteten, ‚illegalen’ Außenposten in Hema und Umm  Zuka im nördlichen Jordantal leben. Am Mittwoch, dem 1.4.2017 stahlen Siedler-Kolonisten  aus Umm Zuka vier Esel eines palästinensischen Schäfers aus Al Malih. Als sie aufgefordert wurden, sie zurückzugeben, sagten sie, dass sie die Esel der Zivilverwaltung übergeben hätten. Natürlich wurde keiner der Diebe verhaftet oder vor Gericht gebracht. Die Palästinenser müssen ihre Esel nun  zurückkaufen. Am Samstag, dem 4.3.2017 griffen Siedler-Kolonisten des Außenpostens bei Al Hema palästinensische Schäfer […]

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Aktivisten gesucht für das Wiederaufbaucamp 2017 vom 16. -. 29. Juli

Das israelische Komitee gegen Hauszerstörungen lädt Sie zur Teilnahme am 13. Aufbaucamp ein. Schließen Sie sich mit Palästinensern und Israelis einer kraftvollen Aktion gewaltfreien Widerstandes an und bauen Sie etwas auf. Lernen Sie etwas über Israel/Palästina durch ein umfangreiches Beiprogramm mit Besuchen auf beiden Seiten der Mauer und Treffen mit Aktivisten beider Völker. In diesem Jahr konzentriert sich ICAHD auf zwei Themen: die Besatzung und die Judaäsierung, die Palästina in das Land Israel verwandelt. Das Programm beginnt mit einer 2-Tage-Orientierung in Jerusalem, Bethlehem und Hebron, wo wir lokale Aktivisten treffen. Die Gruppe fährt dann ins Jordantal, ein Schwerpunkt der Vertreibung und Besatzung der Westbank. Dort bleiben wir 5 Tage und […]

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Neuer AI-Report zu Israel/besetzte Gebiete

Dies ist eine Zusammenfassung des AI-Reports 2016/17, der vollständige Bericht liegt bisher nur auf englisch vor unter https://www.amnesty.org/en/latest/research/2017/02/amnesty-international-annual-report-201617/ Die israelische Armee ist verantwortlich für ungesetzliche Tötungen palästinensischer Zivilisten, darunter Kinder, sowohl in Israel als auch in den besetzten Gebieten (OPT), und für die Inhaftierung tausender Palästinenser in den OPT, die gegen Israels fortdauernde Besatzung Widerstand leisteten. Hunderte von ihnen werden in Administrativhaft gehalten. Folter und Misshandlung von Gefangenen blieben weit verbreitet, bei Straflosigkeit für die israelischen Täter. Die Regierung fuhr mit dem Bau illegaler Siedlungen in der Westbank fort und versuchte Siedlungen auf privatem palästinensischen Land nachträglich zu legalisieren. Die Bewegungsfreiheit der Palästinenser wurde weiterhin eingeschränkt, besonders wenn nach Angriffen […]

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 540

    Siedler von dem illegalen Siedleraußenposten Havat Ma’on in den Hügeln südlich von Hebron greifen regelmäßig Kinder aus den Höhlendörfern in der Gegend an, deren Weg zur Schule in Tawane nahe an dem Außenposten vorbeiführt. Im Jahre 2004 wurden zwei internationale Begleiter dort von den Angreifern schwer verwundet. Seitdem hat die israelische Armee die Kinder begleitet. Während all dieser Jahre hat die israelische Polizei in der Region West Bank es geschafft, nichts von diesen Angriffen zu wissen oder gar die Angreifer zu verhaften. Am Mittwoch, dem 15.2.2017 , kam der Armeejeep nicht, um die Kinder zu begleiten. Die Kinder entschlossen sich, einen Umweg zu machen, um nicht an Havat […]

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Don’t say we didn’t know No. 539

  War das eine terroristische Attacke? Am Donnerstag, dem 16.2.2017 stand ein Palästinenser am Straßenrand neben seinem Auto in der Nähe von Beit Umar, nördlich von Hebron. Ein Israeli , der in seinem Auto vorbeikam, überfuhr ihn  und verwundete ihn. Der Israeli fuhr davon.  Der verwundete Palästinenser wurde von einem palästinensischen Krankenwagen ins Krankenhaus nach Hebron gebracht. Wer wird den aggressiven Fahrer fangen und strafrechtlich verfolgen?! For further information: amosg@shefayim.org.il אל תגידו לא ידענו פיגוע דריסה? ביום חמישי 16.2.17, עמד פלסטיני ליד מכונית בשולי הכביש ליד בית אומר, צפונית לחברון. ישראלי שעבר עם מכוניתו דרס ופצע את הפלסטיני. הישראלי ברח מהמקום. הפצוע הועבר באמבולנס פלסטיני לבית חולים בחברון. מי יתפוס […]

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 538

Oft muss ich unter den vielen Nachrichten, die mich erreichen, auswählen, welche davon ich weiter verschicken will.  So etwa sieht beispielsweise die Auswahl, die ich treffen muss, aus: Anfang der Woche dachte ich, ich würde über die Ausweitung der Siedlung Leshem und den Schaden berichten, den dies  dem benachbarten Dorf Deir Balut zugefügt hat. Aber dann hörte ich von der Beschlagnahme von 326 Dunam, die den Dörfern Jalud und Turmus Aya gehörten. Dann erreichte mich die Nachricht von Hauszerstörungen in Ras Al Ahmar und Kardala im Norden des palästinensischen Jordantals. Und ich hörte von weiteren Zerstörungen in den palästinensischen Dörfern rund um Jerusalem, die von Israel annektiert worden sind und […]

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 537

Der neue Außenposten in der Gegend von Umm Zuka im nördlichen Jordantal wird neben einem Militärlager gebaut. Das schreckt Siedler aus Umm Zuka nicht davon ab, diesen Außenposten zu entwickeln und – wie die Siedler des Al Hama Außenposten –  palästinensische Schäfer von ihrem eigenen Land zu vertreiben. Am Mittwoch, 1.Februar 2017, attackierten Siedler des Außenposten Al Hama Schäfer aus Samara. Am nächsten Tag wurden dieselben Schäfer von Siedlern aus Umm Zuka angegriffen, die auf einem Minitraktor daherkamen. Am Samstag, 4. Februar 2017, versuchten Siedler erneut, palästinensische Schäfer aus Samara, Ein Al Hilwa und Makhoul zu attackieren, aber israelische Freiwillige, die sie begleiteten, verhinderten den Angriff. For further information: amosg@shefayim.org.il

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Wenn die Umsetzung von Gesetzen ein Verbrechen ist

Von Amos Gvirtz Dies ist keine Provokation, obwohl ich mich mit der Behauptung ‚die Umsetzung von Gesetzen ist in gewissen Fällen ein Verbrechen’ in gefährliches Gewässer begebe. Ich finde die Diskussion darüber aber wichtig. In der Geschichte hat es Fälle gegeben, in denen die Umsetzung von Gesetzen an sich schon ein Verbrechen war: die Nürnberger Gesetze gegen die Juden in Deutschland, Südafrikas Apartheidsgesetze und die rassistischen Gesetze der Südstaaten in den USA. Alle diese Gesetze hatten Auswirkungen auf Menschen wegen ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen, nicht wegen ihrer Taten. Die Betroffenen konnten nichts tun, um ihr Schicksal abzuwenden. Hier in Israel sind die Dinge etwas komplizierter. In all den Jahren […]

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 535+536

Am Dienstag 10. Januar 2017, kamen israelische Truppen und zerschnitten eine Wasserleitung, die Wasser von Ras Al Ahmar nach A Hadidiya im nördlichen Jordantal liefert. Ich weiß nicht, was noch zu Al Arakib geschrieben werden kann. Am Donnerstag, 12. Januar 2017, beschlagnahmten Regierungsvertreter, von Polizei begleitet, drei Fahrzeuge, einen Wassertankwagen, einen Pferdewagen und zerstörten das Dorf einmal mehr. Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 536 Die israelische Armee plant eine Umgehungsstraße für das Dorf Nabli Elias (östlich der Westbankstadt Qalqiliya) für die jüdischen Siedler in dem Gebiet. Dafür haben sie 104 Dunams beschlagnahmt, die den Dörfern Nabi Elias, Izbat Tabib und Azoun gehören. Am Samstag, 7. Januar 2017, […]

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Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 533+534

Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 533 vom 3.1.2017 Laut OCHA-Berichten war 2016 ein ‘Spitzenjahr’ in Sachen Hauszerstörungen in den besetzten Gebieten. Die israelische Armee zerstörte 1 089 ‘Strukturen’, d.h. Wohnungen, Schafställe, Dienstleistungs- und Firmengebäude, Solarzellen,Wasserzisternen und Infrastrukturen in der Westbank und Ost Jerusalem. 1593 Menschen wurden obdachlos und das Leben von 7101 Palästinensern wurde davon betroffen. Im Gasastreifen sind noch immer 51 000 obdachlos und leben seit zwei Jahren ohne eigenes Haus – eine Folge des Angriffs auf Gasa im Jahre 2014. Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 534 vom 9.1.2017 Am Donnerstag, den 29. Dezember 2016 kamen Regierungsvertreter von Polizei begleitet zu Beduinendörfer imNegev […]

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