Archive | ICAHD Newsletter RSS for this section

Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 541

  Bis vor kurzem waren die israelischen Soldaten die Akteure, wenn es darum ging, Palästinenser aus dem Jordantal zu vertreiben. In den letzten Monaten haben sich ihnen nun die Siedler-Kolonisten angeschlossen, die in den neu errichteten, ‚illegalen’ Außenposten in Hema und Umm  Zuka im nördlichen Jordantal leben. Am Mittwoch, dem 1.4.2017 stahlen Siedler-Kolonisten  aus Umm Zuka vier Esel eines palästinensischen Schäfers aus Al Malih. Als sie aufgefordert wurden, sie zurückzugeben, sagten sie, dass sie die Esel der Zivilverwaltung übergeben hätten. Natürlich wurde keiner der Diebe verhaftet oder vor Gericht gebracht. Die Palästinenser müssen ihre Esel nun  zurückkaufen. Am Samstag, dem 4.3.2017 griffen Siedler-Kolonisten des Außenpostens bei Al Hema palästinensische Schäfer […]

Continue Reading

Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 540

    Siedler von dem illegalen Siedleraußenposten Havat Ma’on in den Hügeln südlich von Hebron greifen regelmäßig Kinder aus den Höhlendörfern in der Gegend an, deren Weg zur Schule in Tawane nahe an dem Außenposten vorbeiführt. Im Jahre 2004 wurden zwei internationale Begleiter dort von den Angreifern schwer verwundet. Seitdem hat die israelische Armee die Kinder begleitet. Während all dieser Jahre hat die israelische Polizei in der Region West Bank es geschafft, nichts von diesen Angriffen zu wissen oder gar die Angreifer zu verhaften. Am Mittwoch, dem 15.2.2017 , kam der Armeejeep nicht, um die Kinder zu begleiten. Die Kinder entschlossen sich, einen Umweg zu machen, um nicht an Havat […]

Continue Reading

Don’t say we didn’t know No. 539

  War das eine terroristische Attacke? Am Donnerstag, dem 16.2.2017 stand ein Palästinenser am Straßenrand neben seinem Auto in der Nähe von Beit Umar, nördlich von Hebron. Ein Israeli , der in seinem Auto vorbeikam, überfuhr ihn  und verwundete ihn. Der Israeli fuhr davon.  Der verwundete Palästinenser wurde von einem palästinensischen Krankenwagen ins Krankenhaus nach Hebron gebracht. Wer wird den aggressiven Fahrer fangen und strafrechtlich verfolgen?! For further information: amosg@shefayim.org.il אל תגידו לא ידענו פיגוע דריסה? ביום חמישי 16.2.17, עמד פלסטיני ליד מכונית בשולי הכביש ליד בית אומר, צפונית לחברון. ישראלי שעבר עם מכוניתו דרס ופצע את הפלסטיני. הישראלי ברח מהמקום. הפצוע הועבר באמבולנס פלסטיני לבית חולים בחברון. מי יתפוס […]

Continue Reading

Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 538

Oft muss ich unter den vielen Nachrichten, die mich erreichen, auswählen, welche davon ich weiter verschicken will.  So etwa sieht beispielsweise die Auswahl, die ich treffen muss, aus: Anfang der Woche dachte ich, ich würde über die Ausweitung der Siedlung Leshem und den Schaden berichten, den dies  dem benachbarten Dorf Deir Balut zugefügt hat. Aber dann hörte ich von der Beschlagnahme von 326 Dunam, die den Dörfern Jalud und Turmus Aya gehörten. Dann erreichte mich die Nachricht von Hauszerstörungen in Ras Al Ahmar und Kardala im Norden des palästinensischen Jordantals. Und ich hörte von weiteren Zerstörungen in den palästinensischen Dörfern rund um Jerusalem, die von Israel annektiert worden sind und […]

Continue Reading

Wenn die Umsetzung von Gesetzen ein Verbrechen ist

Von Amos Gvirtz Dies ist keine Provokation, obwohl ich mich mit der Behauptung ‚die Umsetzung von Gesetzen ist in gewissen Fällen ein Verbrechen’ in gefährliches Gewässer begebe. Ich finde die Diskussion darüber aber wichtig. In der Geschichte hat es Fälle gegeben, in denen die Umsetzung von Gesetzen an sich schon ein Verbrechen war: die Nürnberger Gesetze gegen die Juden in Deutschland, Südafrikas Apartheidsgesetze und die rassistischen Gesetze der Südstaaten in den USA. Alle diese Gesetze hatten Auswirkungen auf Menschen wegen ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen, nicht wegen ihrer Taten. Die Betroffenen konnten nichts tun, um ihr Schicksal abzuwenden. Hier in Israel sind die Dinge etwas komplizierter. In all den Jahren […]

Continue Reading

Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 532

  Bauern aus dem palästinensischen Dorf Far’oun (südlich der Stadt Tulkarem) leiden dauernd unter Verzögerungen bei der Öffnung der ‚landwirtschaftlichen Tore’ , die das Dorf von seinem Ländereien trennen. Die israelische Armee ornete an, dass es dreimal pro Woche geöffnet wird und zwar für jeweils 15  Minuten um 7.45 Uhr und um 16.15 Uhr. Am Dienstag, dem 20. Dezember 2016 kamen die Bauern zu dem Tor in der Trennungsmauer, um auf ihre Ländereien zu gehen. Das Tor war jedoch verschlossen. Nach einer aktiven Intervention durch Aktivisten von Machsomwatch bei der Zivilverwaltung wurde das Tor mit zwei Stunden Verspätung geöffnet. Auch bei der Nachmittagsöffnung gab es eine Verspätung von einer Stunde. […]

Continue Reading

Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst No. 531 – Man darf sie nicht bemitleiden – Sie sind die Räuber

Am Montag, dem 12. 12. 2016 entdeckten zwei Bauern aus dem palästinensischen Dorf Turmus ‚Ayya dass 166 ihrer Olivenpflanzen auf ihrem Land entweder entwurzelt oder zerstört worden waren. Man vermutet, dass Siedler von einem illegalen Außenposten westlich von Adej Ad die Übeltäter waren. Man darf sie nicht bemitleiden – Sie sind die Räuber   Von Amos Gvirtz Nun wird einiges klar: Bei all dem Getöse, , das die Siedler von Amona und ihre Unterstützer gegenwärtig veranstalten, handelt es sich nicht um  Geschrei über ihre ‚Vertreibung’ aus ihren Häusern, sondern um ihr ‚Recht’ auf privatem palästinensischem Land zu siedeln. Dies ist nun die Quintessenz des ‚Kompromisses, den man ihnen angeboten hat: Sie […]

Continue Reading

Ein bi-nationaler, demokratischer Staat ist die einzige Option, die uns Israel und Kerry gelassen haben.

Jeff Halper ‚Bösgläubigkeit und erfolgloses Konfliktmanagement’ – das ist die Überschrift, die ich den außerordentlichen Ereignissen  der letzten Tage geben würde: Die Abstimmung im UN Sicherheitsrat, mit der die israelische Siedlungspolitik verurteilt wird; Kerry’s Rede über die Notwendigkeit, die Zwei-Staaten-Lösung zu retten, und Netanyahus Reaktion auf beides. Die Tatsache, dass weder Kerry noch die internationale Gemeinschaft über die nicht mehr realisierbare Zwei-Staaten-Lösung hinausblicken, zeigt zwei Dinge: Erstens: Der einzige Grund, weshalb die Zwei-Staaten-Lösung nicht erreicht werden kann liegt in dem mangelnden Willen der internationalen Gemeinschaft – mit den USA an der Spitze – Israel dazu zu zwingen, sich aus den besetzten 22% des historischen Palästina zurückzuziehen, die es besetzt hält. […]

Continue Reading

Wir können gewinnen, aber wir müssen klug sein, strategisch denken und vorausschauend handeln

  Jeff Halper Die UN machen ein Weihnachtsgeschenk: 14 der 15 Mitglieder des UN Sicherheitsrates verabschiedeten eine ziemlich klare Resolution gegen den Bau von Siedlungen – und gegen die Zerstörung palästinensischer Häuser. Die USA spielten wieder die Außenseiterrolle, aber immerhin enthielten sie sich der Stimme und ermöglichten damit die Verabschiedung. Die Resolution hat keine unmittelbaren Folgen. Sie enthält keinerlei Sanktionen, mit denen Israel belegt werden könnte, wenn es die Resolution ignoriert und verletzt – was Israel bereits  zu tun angekündigt hat.  Der einzige wirklich effektive Weg um den Siedlungsbau  und alle anderen Versuche von Seiten Israels, die Besatzung permanent zu machen, zu beenden besteht darin, die Genfer Konvention  umzusetzen und […]

Continue Reading

Sagt nicht, wir hätten es nicht gewußt No. 530

  Am Dienstag, dem 6. Dezember 2016 kamen Soldaten in das Dorf Fassail im nördlichen Jordantal und zerstörten drei Wohneinheiten und zwei landwirtschaftliche Gebäude von zwei Familien. Für diese Familien handelt es sich um die vierte Zerstörung in diesem Jahr. Eine der Familien blieb über Nacht ohne Dach über dem Kopf. Am selben Tag beschlagnahmte die Armee zwei weitere Traktoren in Ras Al Ahmar im nördlichen Teil des Jordantales. Am Mittwoch, dem 7.12.2016 kamen Regierungsbeamte, begleitet von der Polizei für einen Tag der Zerstörungen in Beduinendörfer im Negev. In Sa’wa, östlich von Hura, zerstörten sie eine Unterkunft. Im Wadi Gawain (Mulada), östlich von Hura, zerstörten sie ein Wasserreservoir. In Al […]

Continue Reading